Credo meiner Massagen:
Dieser nachfolgende Text spricht mir aus dem Herzen, er verrät eine ganz tiefe Philosophie über Berührung und ich will diesen Text an alle Interessierte weiterreichen. Aber eins noch als Erklärung vorne weg - was oft in eine falsche Ecke gestellt wird: Gott bedeutet hier nicht Kirche! die Kirche hat oft Texte für ihre Zwecke mißbraucht - mit Gott ist hier das Unsterbliche in uns (in gewissem Sinne auch Seele), ein universeller Geist gemeint, der letztlich allen Formen unserer Welt inne wohnt, im Sinne von:
"Gott schläft im Stein, träumt in der Pflanze, atmet im Tier und erwacht im Menschen."
(Verfasser mir leider unbekannt)
Jeder einzelne Mensch hat einen göttlichen Funken in sich! Und den gilt es zu erwecken und leben zu lassen. Gott im Sinne einer höheren Macht, von kosmischen universellen Kräften, die immer um uns herum sind - letztendlich Energie!
(jede Kultur kennt dafür andere Namen: Qi, Prana, universelle Liebe)
"Wenn Du jemanden berührst, berührst Du Gott:
Massage ist etwas, das Du einmal anfängst zu lernen und niemals aufhörst zu lernen. Es geht weiter und weiter, und die Erfahrung wird kontinuierlich eine tiefere und tiefere, und höhere und höhere. Massage ist eine der feinsinnigsten Künste - und es ist nicht nur eine Frage des Geschickes. Es ist mehr eine Frage der Liebe.
Lerne zuerst die Technik - und das Weitere werde ich Dir beibringen. Lerne die Technik - dann vergiss sie wieder. Dann fühle einfach, und bewege Dich nach Deinem Gefühl. Wenn Du es wirklich ernsthaft lernst, wird 90% der Arbeit durch Liebe getan, 10% durch die Technik. Einfach durch die Berührung, eine liebevolle Berührung, entspannt sich etwas im Körper.
Wenn Du Liebe und Mitgefühl für die andere Person fühlst und den ultimativen Wert dieses Menschen fühlst. Wenn Du ihn nicht behandelst als wäre er ein Mechanismus, der wieder in Ordnung gebracht werden muss, sondern als Energie von unschätzbarem Wert. Wenn Du dankbar bist, dass er Dir vertraut und Dir erlaubst mit dieser Energie zu spielen - dann, mehr und mehr wirst Du etwas fühlen, als spielst Du mit einer Orgel. Der ganze Körper wird zur Tastatur der Orgel und Du kannst spüren wie Harmonie im Körper kreiert wird. Und es wird nicht nur der Person geholfen, sondern auch Dir selbst.
Die Welt braucht Massage, weil die Liebe zurückgegangen ist. Einmal war die sanfte Berührung von Liebenden genug. Eine Mutter berührte das Kind, spielte mit dem Körper, und es war Massage. Der Mann spielte mit dem Körper seiner Frau und es war Massage; es war genug. Es war tiefe Entspannung und Teil von Liebe. Aber das ist zurückgegangen auf dieser Erde. Nach und nach haben wir vergessen, wo zu berühren, wie zu berühren. In der Tat, die Berührung ist eine der am meisten in Vergessenheit geratenen Sprachen. Wir sind fast ungeschickt geworden in unseren Berührungen, da dieses Wort von so genannten religiösen Menschen missbraucht wurde. Sie haben ihm eine sexuelle Farbe gegeben. Das Wort bekam einen sexuellen Beigeschmack und die Menschen wurden ängstlich der Berührung gegenüber. Jeder achtet darauf nicht zu berühren oder berührt zu werden, es sei denn er erlaubt es.
So sei voll von Gebeten, wenn Du den Körper eines Menschen berührst, sei voll von Gebeten - als ob Gott selbst anwesend sei, und Du ihm einfach dienst. Fließe mit totaler Energie. Und wann immer Du den Körper fließen und die Energie ein neues Muster von Harmonie kreieren siehst, wirst Du ein Entzücken spüren, das Du niemals zuvor gespürt hast. Du wirst in tiefe Meditation fallen.
Während Du massierst, massiere. Denke nicht an andere Dinge, da sie Dich ablenken. Sei in Deinen Fingern und Deinen Händen, als ob Dein ganzes Wesen, Deine ganze Seele dort ist. Lass es nicht nur eine Berührung des Körpers sein. Es ist wirklich Deine Seele die in den Körper des anderen geht, dort eindringt, und die tiefsten Blockaden entspannt. Und mach es zu einem Spiel. Mach es nicht als einen Job; mach es als Spiel und mach es mit Spaß. Lache und lass den Anderen auch lachen."
Quelle:
Bhagwan Shree Rajneesh: Hammer on the rock
Deutsche Übersetzung: Spirit of Aloha - Dominik Chudzinsky
Vielen Dank für diesen schönen Text!